MARTIN WALSER UND DAS „DEUTSCHE ERBE“

 

Borbáth Imola, Universitatea “Babeş-Bolyai” Cluj-Napoca, România, Facultatea de Litere, Secţia Germană-Franceză, Anul IV, Mail: borbimo@yahoo.com

 

Ich habe mich in einer längeren Arbeit mit dem Thema: Vergangenheitsbewältigung und sekundärer Antisemitismus bei Martin Walser auseinandergesetzt. Ich möchte nun die Ergebnisse meiner Recherche (in diesem Bereich) darstellen. Doch bevor ich Walsers Schriften unter die Lupe nehme, möchte ich erst darüber sprechen, warum ich mich eigentlich diesem Thema gewidmet habe. Ich glaube nämlich, dass die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit weiterhin ein aktuelles Thema bleibt. Beweise dafür finden wir in den verschiedenen Medien, die oft von politischen Fehltritten, Skandalen in diesem Bereich berichten. (Ich beziehe mich hier auf den Fall des hessischen CDU-Abgeordneten Martin Hohmann im November 2003) Ich war aber eher daran interessiert, wie sich die Thematik der individuellen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit in der Literatur zeigt. Aus diesem Grund habe ich mir einen Schriftsteller wie Martin Walser ausgesucht, der in mehreren Schriften Stellung zu dieser sensiblen Thematik nimmt. Seine bisher provokanteste Schrift außer dem Roman „Tod eines Kritikers“ (2002) ist die Friedenspreis-Rede (1998). Man warf ihm Antisemitismus und Tabubruch vor. Um antisemitische Züge in der Rede zu entdecken, um die Rede zu verstehen, muss man sie in den Kontext seiner Schriften setzen. Man muss einen roten Faden finden, der von den frühen Texten zu der Friedenspreis-Rede führt. Die Fragen, die ich in dieser kurzen Arbeit beantworten möchte, sind die Folgenden: Welcher ist dieser rote Faden? Warum kann man Walsers Text Antisemitismus vorwerfen? Welche Rolle spielen seine Schriften im Diskurs über den Nationalsozialismus?

 

1. Walsers Schuldbewusstsein. Auschwitz und die deutsche Vergangenheit in den Essays

 

Vergangenheit, Nation, Auschwitz sind Themen, die Martin Walser schon in den sechziger und siebziger Jahren behandelt. In seinen Essays und Romanen geht es oft um die Frage der Nation und der nationalen Identität und es geht auch um die Befreiung von der lastenden Vergangenheit. Er kann sich von der Idee der Kollektivschuld nicht losreißen und  sucht nach einem Weg den Opfern gerecht zu werden, aber gleichzeitig sich auch mit dem deutschen Volk bzw. deutscher Vergangenheit ohne Gewissensbisse zu identifizieren.

Walsers Dilemma, wie er das in seinem Bericht „Über Deutschland reden“ zum Ausdruck bringt, besteht in der Inkompatibilität der erlebten Vergangenheit und dem Wissen in der Gegenwart über die Vergangenheit: „Das erworbene Wissen über die moderne Diktatur ist eins, meine Erinnerung ist anders.“1

Walser sucht in den beiden Essays („Unser Auschwitz”-1965, „Auschwitz und kein Ende”-1979), die ich näher untersucht habe, die Antwort auf die Frage: wie kann er auf das deutsche Volk stolz sein, wenn in seinem Namen das Verbrechen ausgeführt wurde? Er streitet die individuelle Schuld ab und meint, dass man schuldig ist, wenn man zu einer Nation gehört, in deren Namen eine grausame Tat ausgeführt wurde: „Was ist das für eine Einteilung: ich gehöre dazu, sobald es sich um Goethes Faust handelt, aber mit dem Dr.Faust in Auschwitz habe ich nichts gemein. Wir haben mit ihm alles gemein, was wir mit Goethe gemein haben. Mir kommt es für alle Zeiten und Zukunft gefährlich vor, wenn Gesellschaften, Völker, Staaten mit ihrer ganzen Macht und Kraft Verbrechen legitimieren und begehen, und nachher selektieren sie Täter.”2

Walser befindet sich auf der Suche nach einer richtigen Haltung in dem Prozeß der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Wie soll er sich der Vergangenheit gegenüber verhalten, er, der zwar die NS-Zeit als Jugendlicher miterlebt hat, aber an einem Verbrechen nicht beteiligt war? Statt Reue zu zeigen, ist er von Schuldgefühlen und Schuldbewusstsein geprägt. Ich glaube, dass Walser hier einen Fehler begeht, der dann später zu einem Schlussstrich mit der Vergangenheit und zum sekundären Antisemitismus führt.

Ich möchte hiermit auf den Unterschied zwischen beiden Wörtern: „Reue” und „Schuldbewusstsein” eingehen. Schuldbewusstsein bedeutet laut dem Deutschen Wörterbuch: ein schlechtes Gewissen wegen einer bestimmten Handlung haben, „das Wissen um die eigene Schuld“3. Es ist nun klar, dass für das Individuum, das jene Tat nicht ausgeführt hat, diese Haltung des Wissens um die eigene Schuld nicht gültig sein kann. Welche dann? Die Antwort ist: Reue. Denn „bereuen“ bedeutet: „bedauern, etwas getan zu haben“4. Man kann aber eine Tat auch dann bereuen bzw. bedauern, wenn diese nicht von dem Individuum selbst ausgeführt wurde, sondern von der Gemeinschaft, der es zugehörig ist.

Man kann sich jetzt die Frage stellen, warum ist das so wichtig bei Walser. Es geht nämlich um Folgendes: man hat Schuldbewusstsein, wenn man gesündigt hat, also man ist der eigenen Schuld bewusst, man findet es unangenehm. Wenn man aber nicht selbst schuldig ist (ich beziehe mich hier auf  Walser), dann kann man kein Schuldbewusstsein haben, sondern man bereut es. Man bereut die Taten der Vorfahren, aber man hält eine bestimmte Distanz: man ist nicht selbst schuldig. Ich spreche hier von einer Distanz zur Tat, die man nicht begangen hat und für die man sich nicht schuldig fühlen kann. Aber um eine solche Haltung annehmen zu können, muss man erst die Idee der individuellen Schuld akzeptieren.

Laut dieser Theorie begeht Walser einen Fehler im Umgang mit der Vergangenheit: statt Reue zu zeigen, fühlt er sich schuldig. Dieses Schuldigsein und den Gedanken, „dass es für solche Taten keinen Ausgleich, keine Sühne gibt“, findet er „unangenehm“5. So wird bei ihm Frustration und Verdrängung ausgelöst. Die beiden Essays sind ein gutes Beispiel für Walsers Schuldbewusstsein: er kann nicht stolz sein, da er meint, dass zum Gefühl ein Deutscher zu sein nicht nur die positiven Werte gehören, sondern auch die unangenehmen Seiten, und mit den Letzteren kann er sich nicht identifizieren. Ganz konkret würde das bedeuten: er ist stolz, dass Goethe ein Deutscher ist, dass er und Goethe zur gleichen Nation gehören, aber er ist nicht stolz, dass er und Goebbels zum Beispiel auch zur gleichen Nation gehören. Wie kann er also im Ganzen stolz sein, wenn nicht nur Goethe sondern auch Goebbels als „Deutsche“ zu bezeichnen sind? Ich glaube die richtige Antwort würde folgendermaßen lauten: Walser hat weder Goethes Werke geschrieben noch Goebbels Taten ausgeführt. Er kann sich also mit keinem der beiden identifizieren, aber er kann stolz auf Goethe sein und Goebbels Grausamkeiten bereuen.

Walsers Verhalten in diesen Essays ist eine Art Suche nach der richtigen Haltung, nach dem richtigen Umgang mit der Vergangenheit. Er spricht hier nur die Schwierigkeiten der Bewältigung an, aber hat noch keine feste, gut argumentierte Haltung gefunden. Doch was ihn sehr stark prägt und was ihn dann auch in die falsche Richtung leitet, ist das schon vorher angesprochene Schuldbewusstsein. Dieses führt dann auch zur Feststellung, dass Auschwitz nicht zu bewältigen sei. Ich finde diese Idee gefährlich, weil sie von Verdrängung und Frustration zeugt. Das bedeutet, man kommt mit der Zeit zu dem Punkt an, wo man nichts mehr mit der Vergangenheit zu tun haben will, weil man die jahrelange Verdrängung und die ständigen Schuldgefühle satt hat. Offiziell wird es Schlussstrichsymptom genannt und erscheint ganz klar in Walsers Friedenspreis-Rede.

 

2. Verdrängung. Die „Vergangenheit als Gegenwart“ im Roman

 

Martin Walser setzt im Jahre 1998 die Thematik der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit fort. Sein Roman „Ein springender Brunnen“ kann als eine Brücke zwischen den Essays und seiner Rede betrachtet werden. Das Schuldbewusstsein, von dem er in den sechziger und siebziger Jahren geprägt ist, entwickelt sich zur Vorstufe der Verdrängung. Johanns „Wegdenken“ und „Wegschauen“ ist zwar gerechtfertigt durch Walsers Programm des interesselosen Interesses an der Vergangenheit, doch bereitet schon das „Wegdenken“ und „Wegschauen“ des Redners vor.

Das Nichtbewältigenkönnen erscheint, zwar versteckt, auch im Roman. Es geht nämlich um Folgendes: Walser möchte uns von seiner Kindheit erzählen und wie für die meisten Menschen ist die Kindheit immer mit dem Gefühl des Glücklichseins, der Freude verbunden. So geht es auch Walser, nur, dass es bei ihm nicht so einfach ist von seiner eigenen Kindheit zu erzählen, und zwar aus historischen Gründen. Wie soll er von glücklichen Kinderbildern sprechen, wenn er während des Nationalsozialismus aufgewachsen ist? Er verwendet eine Methode, bei der die Vergangenheitsbilder aus der Perspektive des Kindes dargestellt werden, das natürlich nicht beschuldigt werden kann, dass es sich von der politischen Realität oft abgrenzt, dass es verdrängt oder, wie das später in der Friedenspreis-Rede formuliert wird wegdenkt. Johann tut das nämlich ständig: als er einer Truppe von Männer begegnet, die statt Uniformen gestreifte Kleider tragen und von seinem Freund Wolfgang aufgeklärt wird, dass diese Gestalten die Dachauer seien, erinnert sich Johann daran, dass er schon mal dieses Wort während eines Gesprächs gehört hatte: „Dieses Gesicht [von der Mutter, die beim Wort Dachau erschreckt] hat er vergessen gehabt und vergessen, dass er es vergessen gehabt hat.“6 Kurz darauf treffen sie wieder zwei Männer, von denen sie aufgefordert werden ihre Waffen auszuhändigen. Johann wird diesmal von einem anderen Freund auf das Wort Dachau aufmerksam gemacht und er hat wieder die gleiche, für den Leser vielleicht unerklärliche Reaktion: „Die kommen aus Dachau. Wieder fällt Johann ein, was er vergessen gehabt hat und dass er es vergessen gehabt hat.“7 Es gibt eine einzige Erklärung für dieses Verhalten, nämlich Johanns Verdrängung. Diese zeigt sich auch in einem anderen Fall, als er seinen Freund Wolfgang Landsmann trifft. Wolfgang ist Jude, das weiß Johann, er war nämlich Zeuge beim Wolfgangs Rauswurf aus der Hitlerjugend wegen seiner Abstammung, aber damals machte sich Johann keine Gedanken darüber. Als er ihn nach dem Kriegsende wiedertrifft und von diesem erfährt, dass seine Mutter, Frau Landsmann ständig Angst hatte abgeholt zu werden, wehrt sich Johann gegen die Angst, die Frau Landsmann gelebt hatte: „Er hatte gespürt, dass Wolfgang, was er ihm erzählt hatte, erzählt hatte, weil Johann das wissen müsse. Vielleicht meinte Wolfgang, dass Johann ein Vorwurf zu machen sei, weil er all das nicht gewusst, nicht gemerkt hatte. Johann wehrte sich gegen diesen vermuteten Vorwurf. Woher hätte er wissen sollen, dass Frau Haensel Jüdin ist? Er wollte von sich nichts verlangen lassen. Was er empfand, wollte er selber empfinden. Niemand sollte ihm eine Empfindung abverlangen, die er nicht selber hatte. Er wollte leben, nicht Angst haben. Frau Landsmann würde ihn mit ihrer Angst anstecken, das spürte er. Er musste wegdenken von ihr und ihrer Angst. Eine Angst gebiert die Nächste.“8

Walser befreit aber den Protagonisten vor möglichen Beschuldigungen. Man kann ihn wegen seiner Passivität, Abweisung der Realität, wegen seines „Wegdenkens” und „Wegschauen” nicht verurteilen, denn Walser macht uns klar: es wird hier nicht aus der Perspektive des Schriftstellers geschildert, sondern aus der Perspektive des Kindes, dem die historischen Ereignisse nicht bewusst sind. Diese Kindheitsbilder sind politisch und moralisch nicht durchkorrigiert.

Es geht hier um eine neue Haltung gegenüber der Vergangenheit, die Walser in einer Art Programm „des interesselosen Interesses an der Vergangenheit”9 veranschaulicht. Er meint, dass die Vergangenheit als solche nicht existiere, denn: „Wenn etwas vorbei ist, ist man nicht mehr der, dem es passierte. Als das war, von dem wir jetzt sagen, dass es gewesen sei, haben wir nicht gewusst, dass es ist.”10 Laut Walser, wird die Vergangenheit von den Interessen der Gegenwart normiert, sie wird zu einem Produkt der Gegenwart verwandelt. Das Wissen über die Vergangenheit, was wir in der Gegenwart haben, ist nicht kompatibel mit dem Wissen über die Vergangenheit, was wir in der Vergangenheit hatten, die damals Gegenwart war. Er verurteilt die Ausbeutung der Vergangenheit und stellt seine Kindheitsbilder so dar, dass diese nicht von den Interessen der Gegenwart beeinflusst sein sollen. Ereignisse der Vergangenheit können nur aus der Gegenwart zurückblickend kausal geordnet und erklärt werden. Walser lehnt im Roman diese kausale Zuordnung ab und setzt statt dessen das von ihm sogenannte „interesselose Interesse an der Vergangenheit“ ein. Er wendet sich von allen Arten des Erinnerungskonzepts ab, das glaubt die Vergangenheit mit Hilfe „günstiger Parolen oder durch einschlägige Gerüche oder andere weit zurückreichende Signale, Sinnes- oder Geistesdaten“11 wecken zu können. Die Vergangenheit als etwas „Schlafendes“, das man wecken kann, existiert nicht, denn die Vergangenheit als solche gibt es nicht. Wenn man glaubt sie durch ein bestimmtes Verfahren in die Gegenwart zu rufen, verfällt man einer Illusion: man glaubt sie so in Erinnerung zu haben, wie sie damals war. Die Vergangenheit aber ist immer der Gegenwart unterworfen und wird von ihr beeinflusst.

Er versucht die Authentizität seiner Kindheits- und Jugenderinnerungen durch ein anderes Verfahren zu bewahren, nämlich durch das „Wunschdenken“, dessen Ziel es ist, die Vergangenheit von den Interessen der Gegenwart zu befreien. Diese Methode setzt er in seinem Roman ein. Er nimmt die Kindheitsbilder spontan entgegen, ohne sie zu verändern, ohne zu versuchen heute dadurch als ein besserer Mensch zu erscheinen. Der Titel weist auch auf diese Haltung des Schriftstellers gegenüber der Vergangenheit hin: sie soll wie von selbst, wie aus einem springenden Brunnen in die Sprache fließen.

Walser muss sich auf die Sichtweise des nichtwissenwollenden und nichtwissenkönnenden Kindes erniedrigen, das oft eine Lücke zwischen dem Wissen des Lesers und dem dargestellten Wissen des Erzählers erzeugt und vielleicht auch als Grund für den entstandenen Konflikt zwischen Walser und Literaturkritikern betrachtet werden kann. Der Roman wurde nämlich auch im Rahmen des von Reich-Ranicki geführten Literarischen Quartetts besprochen und wurde nicht gerade positiv beurteilt. Isenschmid meinte: „Und er [Walser] weigert sich sozusagen, hinzutuend so etwas wie Vergangenheitsbewältigung oder auch nur Scham zu zeigen über die damalige Zeit. Das ist wahrscheinlich das Provokative an diesem Buch.“12

Ich glaube aber, dass für Johanns Nichtwissenwollen hier genügend Argumente gebracht werden um es als Darstellung eines literarischen Verfahrens im Roman akzeptieren zu können. Ein Verfahren aber, dessen Einsatz in der Friedenspreis-Rede nicht gerechtfertigt wird.

 

3. Schlussstrich. Die „instrumentalisierte“ Vergangenheit in der Friedenspreis-Rede

 

Die Vergangenheitsthematik hört bei Walser mit dem Roman „Ein springender Brunnen“ nicht auf. Sie wird noch im Erscheinungsjahr des Erinnerungsromans wieder aufgegriffen, und zwar in einer Rede anlässlich des Friedenspreises des deutschen Buchhandels.

„Ich verschließe mich Übeln, an deren Behebung ich nicht mitwirken kann. Ich habe lernen müssen wegzuschauen.“13 Mit diesem Satz leitet er das Thema: deutsche Vergangenheit und wie man mit ihr umgeht, ein. Gewissen und Vergangenheit sind hier eng verbunden. Seine Gewissensfreiheit wird gefährdet von denen, die ihm die Vergangenheit vorzeigen, heraufbeschwören und von ihm ein schlechtes Gewissen erwarten. Anfänglich ist das Wort „Gewissen“ an den DDR-Spion Rainer Rupp gebunden, dem man die Sühne vorschreibt und für den sich Walser in seiner Rede einsetzt. Doch das Nichtsühnenkönnen des „idealistischen Altachtundsechzigers“ verbindet er mit dem eigenen Nichtsühnenkönnen, er ist nämlich der Ansicht, dass man in dieser Welt nicht alles sühnen müsse. Und da sind wir schon beim Gewissen, das nicht delegierbar sei. Darunter ist zu verstehen, dass weder ein schlechtes Gewissen noch die Sühne von außen vorgeschrieben werden kann. Man hat es, oder man hat es nicht (das schlechte Gewissen). Damit leitet er zur deutschen Vergangenheit hin: man büßt oder man büßt nicht. Umsonst erwarten die „Gewissensgrößen“14, dass man sich ständig wegen der „geschichtlichen Last“ und der „unvergänglichen Schande“15 schlecht fühlt, denn wenn dieses nicht vom Inneren kommt, dann ist es nur Schein, meint der Redner. Er betrachtet sich und das deutsche Volk als Opfer der Gewissensmanipulation und plädiert für die „Gewissensfreiheit“.

Um zu beweisen, dass die Gewissensproblematik ein höchst aktuelles Thema unserer Epoche sei, erwähnt er zwei Beispiele, in denen ein Denker und ein Dichter die Regierung, den Staatsapparat, die Parteiführung und die Bevölkerung als „moral-politisch verwahrlost“16 bezeichnen. Eine Feststellung aufgrund der Reaktion auf den rechten Terror und aufgrund eines mitgelauschten Gesprächs von Tischnachbaren, die von Gaskammern träumen. Er bringt ein weiteres Beispiel: ein Denker, der der Bevölkerung unterstellt mit denen zu sympathisieren, die Asylantenheime anzünden.

Walser erkennt darin eine kollektive Beschuldigung und lehnt sie mit Recht ab. Er führt seine Gedanken über die Verdächtigung und Beschuldigung weiter, und meint in den Medien eine „Routine der Beschuldigung“17 zu erkennen. Er glaubt, es gehe kein Tag vorüber, an dem die Vergangenheit der deutschen Bevölkerung nicht vorgehalten wäre. Die „Dauerpräsentation unserer Schande“18 erhält nicht nur eine schriftliche Form (Zeitungsartikel), sondern auch eine visuelle Form (Dokumentation und Spielfilme): „Von den schlimmsten Filmsequenzen aus Konzentrationslagern habe ich bestimmt schon zwanzigmal weggeschaut.“19

Walser hat richtig erkannt, dass in unserem Zeitalter, die Dokumentation, die Zeugenschaft eine wichtige Rolle spielen. Ich glaube, diese wird auch durch die technische Entwicklung gefördert, sie ermöglicht nämlich eine immer mannigfaltigere und manchmal auch authentischere Darstellung des Vergangenen. Geoffrey Hartman stellt in einem Artikel über die Holocaust-Dokumentation fest, dass die Videoberichte (Zeugenberichte) leicht der Dominanz einer „société du spectacle“20 verfallen können, also vermarktet werden, deswegen schlägt er eine „Holocaust-Pädagogik“ (vernünftiger Umgang mit den Dokumenten) vor. Ich meine, dass eine mögliche „Ausbeutung“ der Informationen, eine einseitige Darstellung, die manchmal dem Kitsch nahe steht, für den Umgang mit der Holocaust-Thematik charakteristisch ist. Wenn Walser eine „Dauerpräsentation“ dieser Art ablehnt, dann ist es zu verstehen. Aber eine Art „Kultur des Wegschauens und Wegdenkens“21 zu befürworten („Ich habe lernen müssen wegzuschauen.[…]Auch im Wegdenken bin ich geübt.“22), ist keineswegs vernünftig, denn es führt unter andere zur Verdrängung und Beschädigung einer erfolgreichen Kommunikation zwischen Deutschen und Juden.

Er plädiert für eine „deutsche Normalität“, nicht nur durch die Abschaffung der Vergangenheitselemente aus den Medien, sondern auch aus dem Alltag in Form des Holocaustdenkmals in Berlin, das er als einen „fußballfeldgroßen Alptraum“ und „Monumentalisierung unserer Schande“23 bezeichnet. Das Monument, das für die ermordeten Juden Europas stehen soll, war bei vielen umstritten, man warnte vor Kitsch. Doch Denkmäler gab es schon immer, sie gehören zu unserer Kultur mit. Sie sind zwar Vergegenständlichung der Erinnerung, aber auch ein erfolgreiches Mittel der Bewahrung der Erinnerung. Der französische Philosoph Paul Ricoeur und der deutsche Historiker Reinhart Koselleck meinen, dass solche Monumente Sinnstiftungen der Überlebenden seien, sie geben dem Tod einen Sinn. Ein Denkmal ist aber auch „eine Weise, einem Leben eine Zukunft zu geben, das ja gerade seiner Zukunft beraubt worden ist.“24

Walser glaubt in der unaufhörlichen Präsentation der Vergangenheit eine „Instrumentalisierung unserer Schande“25 zu erkennen. Er meint, man wiederhole uns die Ereignisse der Vergangenheit nicht um sie nicht zu vergessen, sondern um sie zu gegenwärtigen Zwecken zu nützen. Ein Beispiel der instrumentalisierten Vergangenheit wäre die gerechtfertigte deutsche Teilung, die bei Walser schon immer ein empfindlicher Punkt war. Viele hatten Angst vor einer Vereinigung der beiden Teile (BRD und DDR), man sah darin die Gefahr eines neuen Auschwitz. Doch der Schriftsteller warnt davor aus Auschwitz eine „Drohroutine“, eine „Einschüchterungsmittel“, eine „Moralkeule“ oder gar eine „Pflichtübung“26 zu machen.

Walser plädiert also für eine „deutsche Normalität“. Für ihn bedeutet Normalität: die Abschaffung der „Dauerpräsentation“ der Vergangenheit, die Freiheit  dazu die Leitung des eigenen Gewissens zu übernehmen und sich nicht mehr schlecht fühlen zu müssen. Die Antwort auf die Frage, warum bezeichnet er die Haltung des „Wegschauens“, des „Wegdenkens“ als deutsche Normalität, muss in seinen Essays aus den sechziger und siebziger Jahren gesucht werden. Am Anfang meiner Arbeit habe ich den Unterschied zwischen Schuldbewusstsein und Reue erwähnt. Damals in den Sechzigern hat er sich selbst schuldig gefühlt für Taten, die er nicht begangen hat. Jetzt sieht er in den Dokumentationen über das Dritte Reich, in den Denkmälern eine Beschuldigung des deutschen Volkes. Wenn seine Schriften damals nicht von Schuldbewusstsein geprägt gewesen wären, sondern ein Ausdruck der Reue gewesen wären, dann würde er in seiner Rede die Vergangenheit nicht mehr als „Drohroutine“, „Moralkeule“ oder „Dauerpräsentation unserer Schande“ bezeichnen, er würde keinen Schlussstrich mit der Vergangenheit befürworten. Aber sein Plädoyer für diesen Schlussstrich, für die Befreiung von der Verpflichtung sich an das Verbrechen zu erinnern, gehört zur Tradition des sekundären Antisemitismus, der „nicht trotz, sondern wegen Auschwitz”27 ins Leben gerufen wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg äußerte sich in Deutschland ein neuer Antisemitismus, der nicht nur die traditionellen Stereotype hervorbrachte, sondern sich in der Argumentationsweise der Schuldthematik zeigte. Es geht dabei um die geschichtliche Entlastung vom Verbrechen des Nationalsozialismus. Dazu kommt noch eine Antiisraelische Haltung, meint Thomas Haury mit Blick auf die Lage in der DDR, die vor zwanzig Jahren eine Reaktion auf den Libanonkrieg war, heute als Reaktion auf die Palästinenser- Problematik. Diesmal geht es um das „entsetzliche Bedürfnis, die Verbrechen der israelischen Regierung für die Annullierung der historischen Schuld der Deutschen missbrauchen zu wollen“28

Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Deutschland wieder auf der Suche der „nationalen Identität“, aber dem deutschen Nationalismus ist etwas verloren gegangen, nämlich das, worauf sich jede „nationale Identität“ basiert: die Gewissheit einer guten Nation anzugehören, meint Haury. Es geht nicht nur um die Täter, Anhänger und Dulder der Nazizeit, sondern es geht auch um die Nachgeborenen, die auf dem Weg, sich mit der Nation identifizieren zu wollen, zwangsläufig auf Auschwitz stoßen. Die Juden bleiben weiterhin ein Hindernis, denn sie sollen für immer die Deutschen an die unangenehme Vergangenheit erinnern. Die Quelle des sekundären Antisemitismus liegt darin, dass die Juden als Ermahnung, die Vergangenheit nicht zu vergessen, für den beschädigten deutschen Selbstbewusstsein mitverantwortlich gemacht werden, ein „normales Nationalgefühl“ verhindern sollten. Dieser Vorwurf wird dann von antisemitischen Stereotypen unterstützt: der rachsüchtige Jude (ein altes christliches Stereotyp), der geldgierige Jude (er würde aus Auschwitz Kapital machen, da Deutschland ihm Entschädigung bezahlt).

Wenn man jetzt Walsers Rede, aufgrund der gerade geschilderten Theorie nach antisemitischen Zügen untersucht, stellt man fest, dass es bei ihm auch um eine Entlastung von der Vergangenheit geht. Er plädiert für ein „normales Volk“, für „Gewissensfreiheit“ also für ein gesundes Nationalgefühl. Nur die „Dauerpräsentation unserer Schande“, Auschwitz als „Drohroutine“, „Einschüchterungsmittel“, „Moralkeule“, „Pflichtübung“ und „Monumentalisierung“ der geschichtlichen Last stehen als Hindernis da. Darin ist es zu lesen, dass die Juden (aber auch einige deutsche Intellektuelle) all dies von der heutigen unschuldigen Generation verlangen, dass sie noch immer nicht vergeben haben. Deswegen braucht man endlich einen Schlussstrich (keine Dokumentation in den Medien, keinen „fußballfeldgroßen Alptraum“ als Denkmal, keine ständige Sühne, keine „Beschuldigung“ und keine „Verdächtigung“). Und wer steckt hinter den „Meinungssoldaten“, die mit der „Moralpistole“  nicht nur den Schriftsteller, sondern auch das Volk in den „Meinungsdienst“ zwingen wollen? Es sind die Intellektuellen, die auf der feindlichen Seite stehen, nämlich die der beschuldigenden Juden, die eine ganze Nation hindern wollen zur Normalisierung zu kommen. Walser erscheint hier als Opfer einer Aggression von den „aufklärerischen“ Intellektuellen. Er plädiert für die Befreiung von der nie aufhörenden Verpflichtung sich an die Schuldtaten zu erinnern müssen. Und weil er ständig auf die Vergangenheit trifft in den Medien und im alltäglichen Leben in Form von Dokumentation über die KZs oder in Form von Denkmälern, „wenn der Bildschirm die Welt als eine unerträgliche vorführt“29, dann schaut er weg.

Aus der Sicht der Vergangenheitsthematik würde ich die Friedenspreis-Rede als Höhepunkt der bisherigen Essays und Romane von Walser bezeichnen. In dieser glaubt er nämlich die richtige Haltung gegenüber der deutschen Vergangenheit zu finden. Während er in dem Essay „Auschwitz und kein Ende“ feststellt, dass es kein Verhalten gebe, das dem, was in Auschwitz getan wurde, entspreche und, dass er keinen festen Standpunkt habe, „um von ihm aus dann eine feste Meinung zu haben über das, was getan wurde“30, meint er neunzehn Jahre später die Lösung gefunden zu haben. Diese sei: die „deutsche Normalität“.

Einige Schlüsselwörter der Friedenspreis-Rede sind schon in den Essays und im Roman „Ein springender Brunnen“ aufzufinden. Das Nichtsühnenkönnen erscheint im Essay „Unser Auschwitz“, aber in einem anderen Kontext. Hier bezieht sich das Sühnen auf die Täter und nicht auf das Volk. In der Rede verwendet er dieses Nichtsühnenkönnen allgemein. Es bezieht sich nicht nur auf Täter, sondern auf alle: „Ich bin auch nicht der Ansicht, dass alles gesühnt werden muß. In einer Welt, in der alles gesühnt werden müsste, könnte ich nicht leben.“31 Doch Walser verfährt hier sehr schlau. Es ist ja klar, dass man nicht sühnen kann, wenn man nicht schuldig ist. Ein ganzes Volk kann ja auch nicht sühnen. Der Redner aber wirft anderen vor, von ihm und von den Deutschen zu erwarten, dass sie sühnen für Taten, die sie nicht ausgeführt haben. Dadurch erweckt er den Eindruck, dass heute die „Anderen“ die Täter seien und er das Opfer. Er ist auf das Wegschauen und Wegdenken angewiesen. Ein anderes Schlüsselwort der Rede, das „Wegschauen“ ist im Essay „Auschwitz und kein Ende“ aufzufinden. „Wir schauen hin und gleich wieder weg. Leben kann man mit solchen Bildern nicht.“32. Das Wegschauen bedeutet hier mit den Sensationsbildern nicht leben zu können, deswegen plädiert er für ein objektives Vergangenheitsbild. Doch neunzehn Jahre später ist keine Rede mehr von objektiven oder subjektiven Auschwitzbildern, es geht einfach um die täglich vorgeführte Vergangenheit, von der er wegschauen will: „Anstatt dankbar zu sein für die unaufhörliche Präsentation unserer Schande, fange ich an wegzuschauen.“33 Eine ähnliche Haltung findet man im Roman „Ein springender Brunnen“. Hier grenzt sich Johann von der Realität ab. Es kommt öfter vor, dass er beim Wort Dachau sich daran erinnert, dass er das Wort eigentlich vergessen hat. Dieses „Wegschauen“ und „Wegdenken“ weist in beiden Fällen (im Roman und später in der Rede) auf Verdrängung hin. Als Johann von der Front heimkehrt und von der Todesangst der jüdischen Frau Landsmann erfährt, wehrt er sich gegen diese Angst, er will damit nichts zu tun haben, denn „Er wollte leben, nicht Angst haben. Frau Landsmann würde ihn mit ihrer Angst anstecken, das spürte er. Er musste wegdenken von ihr und ihrer Angst.“34

Der Vorwurf, den Johann bei seinem Freund Wolfgang vermutet, entwickelt sich in der Rede zu einer „Verdächtigung“ und „Beschuldigung“, die von der Seite derjenigen kommt, die den Deutschen weh tun wollen, dadurch, dass sie von ihnen erwarten, dass sie für die Vergangenheit sühnen. Natürlich auch dadurch, dass sie Walser, die Schriftsteller und die Deutschen in ihrer Gewissensfreiheit beschränken und ihr Gewissen delegieren wollen. Im Roman hat Johann den Eindruck, Wolfgang mache ihm einen Vorwurf, weil er vom Schicksal der jüdischen Frau nichts gewusst habe, doch „Er wehrte sich gegen diesen vermuteten Vorwurf. […] Er wollte von sich nichts verlangen lassen. Was er empfand, wollte er selber empfinden. Niemand sollte ihm eine Empfindung abverlangen, die er nicht selber hatte.“35 In der Rede drückt er es folgenderweise aus: „Es kann keiner vom anderen verlangen, was er gern hätte, der aber nicht geben will.“36

Im Roman setzt er die subjektive Erinnerung, die nicht von den späteren Erfahrungen beeinflusst wird, gegen das kollektive Gedächtnis, gegen die historische Erinnerung, während in der Rede das subjektive Gewissen als Gegensatz des öffentlichen Gedenkens zu verstehen ist. Wolfram Schütte meint, dass die Geschichts- und Verdrängungspolitik des Romans und der Friedenspreis-Rede aus der gleichen Quelle komme. „Die Friedenspreis- Rede ist die aktuelle Probe auf das Exempel, das „Ein springender Brunnen“ literarisch gegeben hatte.“37

 

4. Eine Kultur des Dialogs

 

Sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen ist nicht immer eine leichte Aufgabe, doch die Konfrontation mit dieser dürfte nicht vernachlässigt werden. Meistens findet die Auseinandersetzung auf einem kollektiven Niveau statt, doch ich glaube, dass diese erst auf der individuellen Ebene geschehen muss. Eine Gemeinschaft kann offiziell eine Tat bereuen, die andere Gemeinschaft kann ihr verzeihen, aber der Einzelne, als Teil jener Gemeinschaft kann weiterhin nicht wissen, wie er mit der Vergangenheit umgehen soll. Bei der Versöhnung haben andere in seinem Namen gehandelt, er aber ist passiv geblieben. Dieses könnte auch die Quelle neuer Missverständnisse sein. Ich meine, dass erst der Einzelne eine Haltung gegenüber der Vergangenheit finden muss, eine Haltung, die nicht von außen vorgeschrieben sein soll, sondern sie soll das Ergebnis einer inneren Arbeit sein. Nur danach kann auch eine ernst gemeinte Versöhnung offiziell stattfinden.

Walsers Texte sind ein Beispiel dafür, wie schwierig es ist mit dem „deutschen Erbe” umzugehen. Viele haben ihn verurteilt, aber eines ist nicht zu vernachlässigen: die Thematik, die er anspricht, die Vergangenheit, die er nicht bewältigen kann und der aus dieser resultierender sekundärer Antisemitismus sind kein Einzelfall. Gerade deswegen würde ich Walsers Schriften als eine Notwendigkeit bezeichnen, da sie an die Oberfläche bringen, was noch in vielen von uns steckt, das woran wir noch arbeiten müssen. Er plädiert zwar für einen Schlussstrich, aber gerade die Debatte, die er dadurch auslöst, warnt uns davor einen Schlussstrich zu ziehen.

Über die Vergangenheit zu reden, scheint nicht nur Deutschen schwer zu fallen, sondern auch Juden, wie es Leibl Rosenberg feststellt: „Wir haben aber keinen Weg gefunden, wie wir Nachgeborenen mit der Schoah rational, emotional, psychologisch umgehen können.”38 Deshalb verlangt er eine Kultur des Dialogs, die sich als ein erfolgreicher Umgang miteinander erwiesen könnte.

Man kann eigentlich niemandem vorschreiben, wie man über den Holocaust, über die Vergangenheit schreiben soll. Eine solche Erwartung darf weder an einen Überlebenden, noch an einen deutschen Schriftsteller gestellt werden, sonst trägt man zur Befestigung eines Systems des Holocaust-Tabus bei. Etwas, worüber man nicht spricht, bedeutet nicht, dass es nicht existiert. Wenn man nicht über Moralkeule, Schlussstrich und sekundären Antisemitismus redet, bedeutet dies nicht, dass diese Symptome in der Gesellschaft nicht aufzufinden sind. Gerade dann, wenn sie ins Rampenlicht treten, können sie korrigiert werden. Wenn Tabus nicht mehr das Gefühl der Eingeschlossenheit, Frustration hervorrufen, wenn sie gebrochen werden, dann kann eine Kultur des Dialogs entstehen. Wie Imre Kertész schreibt: der Holocaust sei eine vitale Frage der europäischen Zivilisation und des europäischen Bewusstseins. Die europäische Zivilisation müsse nämlich über den Holocaust nachdenken.

 

 

 



1 Walser, Martin: Über Deutschland reden. Frankfurt a.M. 1989, S. 77

2 Walser, Martin: Auschwitz und kein Ende. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt a.M. 1997, S.233

3 Deutsches Wörterbuch. Būnting, Karl-Dieter (Hrsg.). Isis Verlag AG. Chur/Schweiz 1996

4 Ebd.

5 Walser, Martin: Unser Auschwitz. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt a.M. 1997, S. 201

6 Walser, Martin: Ein springender Brunnen. Frankfurt a.M. 1998, S. 123

7 Ebd.

8 Ebd., S. 401

9 Ebd., S. 283

10 Ebd., S. 9

11 Ebd., S. 281

12 Reich-Ranicki, Marcel/Löffler, Sigrid/Karasek, Hellmuth: …und alle Fragen offen. Das Beste aus dem Literarischen Quartett. Reichenberger, Stephan (Hrsg.) München 2000, S. 633

13 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a. M. 1999, S. 8

14 Ebd., S. 10

15 Ebd., S. 11

16 Ebd., S. 10

17 Ebd., S. 11

18 Ebd., S. 12

19 Ebd., S. 11

20 Hartman, Geoffrey: Zeitalter der Zeugenschaft. Steven Spielberg und die Überlebenden der Judenvernichtung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (10.09.98)

21 Bubis, Ignatz: Wer von der Schande spricht. Niemand darf die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus auslöschen: Eine Rede zum 9. November. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung.  Nr. 261 (10.11.98)

22 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 8

23 Ebd., S. 13

24 Lau, Jörg: Die Geschichte ist kein Friedhof. In: Die Zeit. Nr. 42 (08.10.98)

25 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 12

26  Ebd., S. 13 Ebd., S. 13

27 Haury, Thomas: Antisemitismus von Links. Kommunistische Ideologie, Nationalismus und Antizionismus in der früheren DDR. Hamburg 2002, S. 150

28 Ebd., S. 141

29 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 8

30 Walser, Martin: Auschwitz und kein Ende. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt 1997, S. 230

31 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 8

32 Walser, Martin: Auschwitz und kein Ende. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt a.M. 1997, S. 230Walser, Martin: Auschwitz und kein Ende. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt a.M. 1997, S. 230

33 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 12Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 12

34 Walser, Martin: Ein springender Brunnen. Frankfurt a.M. 1998, S. 401

35 Ebd.

36 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 14

37 Schütte, Wolfram: Nachlese. Annotate: „Ein springender Brunnen“ oder die Friedenspreis- Rede. In: Text + Kritik. Zeitschrift für Literatur 41/42 München 2000, S. 117

38 Rosenberg, Leibl: Jüdische Kultur in Deutschland heute. Eine Zustandsbeschreibung. In: Romberg R., Otto/ Urbahn-Fahr, Susanne (Hrsg.): Juden in Deutschland nach 1945. Bürger oder “Mit”-Bürger? Frankfurt a.M. 1999