Borbáth Imola, Universitatea “Babeş-Bolyai”
Cluj-Napoca, România, Facultatea de Litere, Secţia
Germană-Franceză, Anul IV, Mail: borbimo@yahoo.com
Vergangenheit, Nation, Auschwitz sind Themen,
die Martin Walser schon in den sechziger und siebziger Jahren behandelt. In
seinen Essays und Romanen geht es oft um die Frage der Nation und der
nationalen Identität und es geht auch um die Befreiung von der lastenden
Vergangenheit. Er kann sich von der Idee der Kollektivschuld nicht losreißen
und sucht nach einem Weg den Opfern
gerecht zu werden, aber gleichzeitig sich auch mit dem deutschen Volk bzw.
deutscher Vergangenheit ohne Gewissensbisse zu identifizieren.
Walsers Dilemma, wie er das in seinem
Bericht „Über Deutschland reden“ zum Ausdruck bringt, besteht in der
Inkompatibilität der erlebten Vergangenheit und dem Wissen in der Gegenwart
über die Vergangenheit: „Das erworbene Wissen über die moderne Diktatur ist
eins, meine Erinnerung ist anders.“1
Walser sucht in den beiden Essays („Unser
Auschwitz”-1965, „Auschwitz und kein Ende”-1979), die ich näher untersucht
habe, die Antwort auf die Frage: wie kann er auf das deutsche Volk stolz sein,
wenn in seinem Namen das Verbrechen ausgeführt wurde? Er streitet die
individuelle Schuld ab und meint, dass man schuldig ist, wenn man zu einer
Nation gehört, in deren Namen eine grausame Tat ausgeführt wurde: „Was ist das
für eine Einteilung: ich gehöre dazu, sobald es sich um Goethes Faust
handelt, aber mit dem Dr.Faust in Auschwitz habe ich nichts gemein. Wir haben
mit ihm alles gemein, was wir mit Goethe gemein haben. Mir kommt es für alle
Zeiten und Zukunft gefährlich vor, wenn Gesellschaften, Völker, Staaten mit
ihrer ganzen Macht und Kraft Verbrechen legitimieren und begehen, und nachher
selektieren sie Täter.”2
Walser befindet sich auf der Suche nach einer
richtigen Haltung in dem Prozeß der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Wie soll er sich der Vergangenheit gegenüber verhalten, er, der zwar die
NS-Zeit als Jugendlicher miterlebt hat, aber an einem Verbrechen nicht
beteiligt war? Statt Reue zu zeigen, ist er von Schuldgefühlen und
Schuldbewusstsein geprägt. Ich glaube, dass Walser hier einen Fehler begeht,
der dann später zu einem Schlussstrich mit der Vergangenheit und zum sekundären
Antisemitismus führt.
Ich möchte hiermit auf den Unterschied
zwischen beiden Wörtern: „Reue” und „Schuldbewusstsein” eingehen.
Schuldbewusstsein bedeutet laut dem Deutschen Wörterbuch: ein schlechtes
Gewissen wegen einer bestimmten Handlung haben, „das Wissen um die eigene
Schuld“3. Es ist nun klar, dass für das
Individuum, das jene Tat nicht ausgeführt hat, diese Haltung des Wissens um die
eigene Schuld nicht gültig sein kann. Welche dann? Die Antwort ist: Reue. Denn
„bereuen“ bedeutet: „bedauern, etwas getan zu haben“4.
Man kann aber eine Tat auch dann bereuen bzw. bedauern, wenn diese nicht von
dem Individuum selbst ausgeführt wurde, sondern von der Gemeinschaft, der es
zugehörig ist.
Man kann sich jetzt die Frage stellen,
warum ist das so wichtig bei Walser. Es geht nämlich um Folgendes: man hat
Schuldbewusstsein, wenn man gesündigt hat, also man ist der eigenen Schuld bewusst,
man findet es unangenehm. Wenn man aber nicht selbst schuldig ist (ich beziehe
mich hier auf Walser), dann kann man
kein Schuldbewusstsein haben, sondern man bereut es. Man bereut die Taten der
Vorfahren, aber man hält eine bestimmte Distanz: man ist nicht selbst schuldig.
Ich spreche hier von einer Distanz zur Tat, die man nicht begangen hat und für
die man sich nicht schuldig fühlen kann. Aber um eine solche Haltung annehmen
zu können, muss man erst die Idee der individuellen Schuld akzeptieren.
Laut dieser Theorie begeht Walser einen
Fehler im Umgang mit der Vergangenheit: statt Reue zu zeigen, fühlt er sich
schuldig. Dieses Schuldigsein und den Gedanken, „dass es für solche Taten
keinen Ausgleich, keine Sühne gibt“, findet er „unangenehm“5.
So wird bei ihm Frustration und Verdrängung ausgelöst. Die beiden Essays sind
ein gutes Beispiel für Walsers Schuldbewusstsein: er kann nicht stolz sein, da
er meint, dass zum Gefühl ein Deutscher zu sein nicht nur die positiven Werte
gehören, sondern auch die unangenehmen Seiten, und mit den Letzteren kann er
sich nicht identifizieren. Ganz konkret würde das bedeuten: er ist stolz, dass
Goethe ein Deutscher ist, dass er und Goethe zur gleichen Nation gehören, aber
er ist nicht stolz, dass er und Goebbels zum Beispiel auch zur gleichen Nation
gehören. Wie kann er also im Ganzen stolz sein, wenn nicht nur Goethe sondern
auch Goebbels als „Deutsche“ zu bezeichnen sind? Ich glaube die richtige
Antwort würde folgendermaßen lauten: Walser hat weder Goethes Werke geschrieben
noch Goebbels Taten ausgeführt. Er kann sich also mit keinem der beiden
identifizieren, aber er kann stolz auf Goethe sein und Goebbels Grausamkeiten
bereuen.
Walsers Verhalten in diesen Essays ist eine
Art Suche nach der richtigen Haltung, nach dem richtigen Umgang mit der
Vergangenheit. Er spricht hier nur die Schwierigkeiten der Bewältigung an, aber
hat noch keine feste, gut argumentierte Haltung gefunden. Doch was ihn sehr
stark prägt und was ihn dann auch in die falsche Richtung leitet, ist das schon
vorher angesprochene Schuldbewusstsein. Dieses führt dann auch zur
Feststellung, dass Auschwitz nicht zu bewältigen sei. Ich finde diese Idee
gefährlich, weil sie von Verdrängung und Frustration zeugt. Das bedeutet, man
kommt mit der Zeit zu dem Punkt an, wo man nichts mehr mit der Vergangenheit zu
tun haben will, weil man die jahrelange Verdrängung und die ständigen
Schuldgefühle satt hat. Offiziell wird es Schlussstrichsymptom genannt und
erscheint ganz klar in Walsers Friedenspreis-Rede.
Martin Walser setzt im Jahre 1998 die
Thematik der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit fort. Sein Roman „Ein
springender Brunnen“ kann als eine Brücke zwischen den Essays und seiner Rede
betrachtet werden. Das Schuldbewusstsein, von dem er in den sechziger und
siebziger Jahren geprägt ist, entwickelt sich zur Vorstufe der Verdrängung.
Johanns „Wegdenken“ und „Wegschauen“ ist zwar gerechtfertigt durch Walsers
Programm des interesselosen Interesses an der Vergangenheit, doch bereitet
schon das „Wegdenken“ und „Wegschauen“ des Redners vor.
Das Nichtbewältigenkönnen erscheint, zwar
versteckt, auch im Roman. Es geht nämlich um Folgendes: Walser möchte uns von
seiner Kindheit erzählen und wie für die meisten Menschen ist die Kindheit
immer mit dem Gefühl des Glücklichseins, der Freude verbunden. So geht es auch
Walser, nur, dass es bei ihm nicht so einfach ist von seiner eigenen Kindheit
zu erzählen, und zwar aus historischen Gründen. Wie soll er von glücklichen
Kinderbildern sprechen, wenn er während des Nationalsozialismus aufgewachsen
ist? Er verwendet eine Methode, bei der die Vergangenheitsbilder aus der
Perspektive des Kindes dargestellt werden, das natürlich nicht beschuldigt
werden kann, dass es sich von der politischen Realität oft abgrenzt, dass es
verdrängt oder, wie das später in der Friedenspreis-Rede formuliert wird
wegdenkt. Johann tut das nämlich ständig: als er einer Truppe von Männer
begegnet, die statt Uniformen gestreifte Kleider tragen und von seinem Freund
Wolfgang aufgeklärt wird, dass diese Gestalten die Dachauer seien, erinnert
sich Johann daran, dass er schon mal dieses Wort während eines Gesprächs gehört
hatte: „Dieses Gesicht [von der Mutter, die beim Wort Dachau erschreckt] hat er
vergessen gehabt und vergessen, dass er es vergessen gehabt hat.“6 Kurz darauf treffen sie wieder zwei Männer,
von denen sie aufgefordert werden ihre Waffen auszuhändigen. Johann wird
diesmal von einem anderen Freund auf das Wort Dachau aufmerksam gemacht und er
hat wieder die gleiche, für den Leser vielleicht unerklärliche Reaktion: „Die
kommen aus Dachau. Wieder fällt Johann ein, was er vergessen gehabt hat und
dass er es vergessen gehabt hat.“7 Es gibt
eine einzige Erklärung für dieses Verhalten, nämlich Johanns Verdrängung. Diese
zeigt sich auch in einem anderen Fall, als er seinen Freund Wolfgang Landsmann
trifft. Wolfgang ist Jude, das weiß Johann, er war nämlich Zeuge beim Wolfgangs
Rauswurf aus der Hitlerjugend wegen seiner Abstammung, aber damals machte sich
Johann keine Gedanken darüber. Als er ihn nach dem Kriegsende wiedertrifft und
von diesem erfährt, dass seine Mutter, Frau Landsmann ständig Angst hatte
abgeholt zu werden, wehrt sich Johann gegen die Angst, die Frau Landsmann
gelebt hatte: „Er hatte gespürt, dass Wolfgang, was er ihm erzählt hatte,
erzählt hatte, weil Johann das wissen müsse. Vielleicht meinte Wolfgang, dass
Johann ein Vorwurf zu machen sei, weil er all das nicht gewusst, nicht gemerkt
hatte. Johann wehrte sich gegen diesen vermuteten Vorwurf. Woher hätte er
wissen sollen, dass Frau Haensel Jüdin ist? Er wollte von sich nichts verlangen
lassen. Was er empfand, wollte er selber empfinden. Niemand sollte ihm eine
Empfindung abverlangen, die er nicht selber hatte. Er wollte leben, nicht Angst
haben. Frau Landsmann würde ihn mit ihrer Angst anstecken, das spürte er. Er
musste wegdenken von ihr und ihrer Angst. Eine Angst gebiert die Nächste.“8
Walser befreit aber den Protagonisten vor
möglichen Beschuldigungen. Man kann ihn wegen seiner Passivität, Abweisung der
Realität, wegen seines „Wegdenkens” und „Wegschauen” nicht verurteilen, denn
Walser macht uns klar: es wird hier nicht aus der Perspektive des
Schriftstellers geschildert, sondern aus der Perspektive des Kindes, dem die
historischen Ereignisse nicht bewusst sind. Diese Kindheitsbilder sind
politisch und moralisch nicht durchkorrigiert.
Es geht hier um eine neue Haltung gegenüber
der Vergangenheit, die Walser in einer Art Programm „des interesselosen
Interesses an der Vergangenheit”9
veranschaulicht. Er meint, dass die Vergangenheit als solche nicht existiere,
denn: „Wenn etwas vorbei ist, ist man nicht mehr der, dem es passierte. Als das
war, von dem wir jetzt sagen, dass es gewesen sei, haben wir nicht gewusst,
dass es ist.”10 Laut Walser, wird die Vergangenheit von den
Interessen der Gegenwart normiert, sie wird zu einem Produkt der Gegenwart
verwandelt. Das Wissen über die Vergangenheit, was wir in der Gegenwart haben,
ist nicht kompatibel mit dem Wissen über die Vergangenheit, was wir in der
Vergangenheit hatten, die damals Gegenwart war. Er verurteilt die Ausbeutung
der Vergangenheit und stellt seine Kindheitsbilder so dar, dass diese nicht von
den Interessen der Gegenwart beeinflusst sein sollen. Ereignisse der
Vergangenheit können nur aus der Gegenwart zurückblickend kausal geordnet und
erklärt werden. Walser lehnt im Roman diese kausale Zuordnung ab und setzt
statt dessen das von ihm sogenannte „interesselose Interesse an der
Vergangenheit“ ein. Er wendet sich von allen Arten des Erinnerungskonzepts ab,
das glaubt die Vergangenheit mit Hilfe „günstiger Parolen oder durch
einschlägige Gerüche oder andere weit zurückreichende Signale, Sinnes- oder
Geistesdaten“11 wecken zu können. Die Vergangenheit als
etwas „Schlafendes“, das man wecken kann, existiert nicht, denn die
Vergangenheit als solche gibt es nicht. Wenn man glaubt sie durch ein
bestimmtes Verfahren in die Gegenwart zu rufen, verfällt man einer Illusion:
man glaubt sie so in Erinnerung zu haben, wie sie damals war. Die Vergangenheit
aber ist immer der Gegenwart unterworfen und wird von ihr beeinflusst.
Er versucht die Authentizität seiner
Kindheits- und Jugenderinnerungen durch ein anderes Verfahren zu bewahren,
nämlich durch das „Wunschdenken“, dessen Ziel es ist, die Vergangenheit von den
Interessen der Gegenwart zu befreien. Diese Methode setzt er in seinem Roman
ein. Er nimmt die Kindheitsbilder spontan entgegen, ohne sie zu verändern, ohne
zu versuchen heute dadurch als ein besserer Mensch zu erscheinen. Der Titel
weist auch auf diese Haltung des Schriftstellers gegenüber der Vergangenheit
hin: sie soll wie von selbst, wie aus einem springenden Brunnen in die Sprache
fließen.
Walser muss sich auf die Sichtweise des
nichtwissenwollenden und nichtwissenkönnenden Kindes erniedrigen, das oft eine
Lücke zwischen dem Wissen des Lesers und dem dargestellten Wissen des Erzählers
erzeugt und vielleicht auch als Grund für den entstandenen Konflikt zwischen
Walser und Literaturkritikern betrachtet werden kann. Der Roman wurde nämlich
auch im Rahmen des von Reich-Ranicki geführten Literarischen Quartetts
besprochen und wurde nicht gerade positiv beurteilt. Isenschmid meinte: „Und er
[Walser] weigert sich sozusagen, hinzutuend so etwas wie
Vergangenheitsbewältigung oder auch nur Scham zu zeigen über die damalige Zeit.
Das ist wahrscheinlich das Provokative an diesem Buch.“12
Ich glaube aber, dass für Johanns
Nichtwissenwollen hier genügend Argumente gebracht werden um es als Darstellung
eines literarischen Verfahrens im Roman akzeptieren zu können. Ein Verfahren
aber, dessen Einsatz in der Friedenspreis-Rede nicht gerechtfertigt wird.
Die Vergangenheitsthematik hört bei Walser
mit dem Roman „Ein springender Brunnen“ nicht auf. Sie wird noch im
Erscheinungsjahr des Erinnerungsromans wieder aufgegriffen, und zwar in einer
Rede anlässlich des Friedenspreises des deutschen Buchhandels.
„Ich verschließe mich Übeln, an deren
Behebung ich nicht mitwirken kann. Ich habe lernen müssen wegzuschauen.“13
Mit diesem Satz leitet er das Thema: deutsche Vergangenheit und wie man mit ihr
umgeht, ein. Gewissen und Vergangenheit sind hier eng verbunden. Seine
Gewissensfreiheit wird gefährdet von denen, die ihm die Vergangenheit
vorzeigen, heraufbeschwören und von ihm ein schlechtes Gewissen erwarten.
Anfänglich ist das Wort „Gewissen“ an den DDR-Spion Rainer Rupp gebunden, dem
man die Sühne vorschreibt und für den sich Walser in seiner Rede einsetzt. Doch
das Nichtsühnenkönnen des „idealistischen Altachtundsechzigers“ verbindet er
mit dem eigenen Nichtsühnenkönnen, er ist nämlich der Ansicht, dass man in
dieser Welt nicht alles sühnen müsse. Und da sind wir schon beim Gewissen, das
nicht delegierbar sei. Darunter ist zu verstehen, dass weder ein schlechtes
Gewissen noch die Sühne von außen vorgeschrieben werden kann. Man hat es, oder
man hat es nicht (das schlechte Gewissen). Damit leitet er zur deutschen Vergangenheit
hin: man büßt oder man büßt nicht. Umsonst erwarten die „Gewissensgrößen“14,
dass man sich ständig wegen der „geschichtlichen Last“ und der „unvergänglichen
Schande“15
schlecht fühlt, denn wenn dieses nicht vom Inneren kommt, dann ist es nur
Schein, meint der Redner. Er betrachtet sich und das deutsche Volk als Opfer
der Gewissensmanipulation und plädiert für die „Gewissensfreiheit“.
Um zu beweisen, dass die
Gewissensproblematik ein höchst aktuelles Thema unserer Epoche sei, erwähnt er
zwei Beispiele, in denen ein Denker und ein Dichter die Regierung, den
Staatsapparat, die Parteiführung und die Bevölkerung als „moral-politisch
verwahrlost“16 bezeichnen. Eine Feststellung aufgrund der
Reaktion auf den rechten Terror und aufgrund eines mitgelauschten Gesprächs von
Tischnachbaren, die von Gaskammern träumen. Er bringt ein weiteres Beispiel:
ein Denker, der der Bevölkerung unterstellt mit denen zu sympathisieren, die
Asylantenheime anzünden.
Walser erkennt darin eine kollektive
Beschuldigung und lehnt sie mit Recht ab. Er führt seine Gedanken über die
Verdächtigung und Beschuldigung weiter, und meint in den Medien eine „Routine
der Beschuldigung“17 zu erkennen. Er glaubt, es gehe kein Tag vorüber,
an dem die Vergangenheit der deutschen Bevölkerung nicht vorgehalten wäre. Die
„Dauerpräsentation unserer Schande“18 erhält nicht nur eine schriftliche Form
(Zeitungsartikel), sondern auch eine visuelle Form (Dokumentation und Spielfilme):
„Von den schlimmsten Filmsequenzen aus Konzentrationslagern habe ich bestimmt
schon zwanzigmal weggeschaut.“19
Walser hat richtig erkannt, dass in unserem
Zeitalter, die Dokumentation, die Zeugenschaft eine wichtige Rolle spielen. Ich
glaube, diese wird auch durch die technische Entwicklung gefördert, sie
ermöglicht nämlich eine immer mannigfaltigere und manchmal auch authentischere
Darstellung des Vergangenen. Geoffrey Hartman stellt in einem Artikel über die
Holocaust-Dokumentation fest, dass die Videoberichte (Zeugenberichte) leicht
der Dominanz einer „société du spectacle“20 verfallen können, also vermarktet werden,
deswegen schlägt er eine „Holocaust-Pädagogik“ (vernünftiger Umgang mit den
Dokumenten) vor. Ich meine, dass eine mögliche „Ausbeutung“ der Informationen,
eine einseitige Darstellung, die manchmal dem Kitsch nahe steht, für den Umgang
mit der Holocaust-Thematik charakteristisch ist. Wenn Walser eine
„Dauerpräsentation“ dieser Art ablehnt, dann ist es zu verstehen. Aber eine Art
„Kultur des Wegschauens und Wegdenkens“21 zu befürworten („Ich habe lernen müssen wegzuschauen.[…]Auch
im Wegdenken bin ich geübt.“22), ist keineswegs vernünftig, denn es führt
unter andere zur Verdrängung und Beschädigung einer erfolgreichen Kommunikation
zwischen Deutschen und Juden.
Er plädiert für eine „deutsche Normalität“,
nicht nur durch die Abschaffung der Vergangenheitselemente aus den Medien,
sondern auch aus dem Alltag in Form des Holocaustdenkmals in Berlin, das er als
einen „fußballfeldgroßen Alptraum“ und „Monumentalisierung unserer Schande“23
bezeichnet. Das Monument, das für die ermordeten Juden Europas stehen soll, war
bei vielen umstritten, man warnte vor Kitsch. Doch Denkmäler gab es schon
immer, sie gehören zu unserer Kultur mit. Sie sind zwar Vergegenständlichung
der Erinnerung, aber auch ein erfolgreiches Mittel der Bewahrung der
Erinnerung. Der französische Philosoph Paul Ricoeur und der deutsche Historiker
Reinhart Koselleck meinen, dass solche Monumente Sinnstiftungen der
Überlebenden seien, sie geben dem Tod einen Sinn. Ein Denkmal ist aber auch
„eine Weise, einem Leben eine Zukunft zu geben, das ja gerade seiner Zukunft
beraubt worden ist.“24
Walser glaubt in der unaufhörlichen
Präsentation der Vergangenheit eine „Instrumentalisierung unserer Schande“25
zu erkennen. Er meint, man wiederhole uns die Ereignisse der Vergangenheit
nicht um sie nicht zu vergessen, sondern um sie zu gegenwärtigen Zwecken zu
nützen. Ein Beispiel der instrumentalisierten Vergangenheit wäre die
gerechtfertigte deutsche Teilung, die bei Walser schon immer ein empfindlicher
Punkt war. Viele hatten Angst vor einer Vereinigung der beiden Teile (BRD und
DDR), man sah darin die Gefahr eines neuen Auschwitz. Doch der Schriftsteller
warnt davor aus Auschwitz eine „Drohroutine“, eine „Einschüchterungsmittel“,
eine „Moralkeule“ oder gar eine „Pflichtübung“26 zu machen.
Walser plädiert also für eine „deutsche
Normalität“. Für ihn bedeutet Normalität: die Abschaffung der
„Dauerpräsentation“ der Vergangenheit, die Freiheit dazu die Leitung des eigenen Gewissens zu übernehmen und sich
nicht mehr schlecht fühlen zu müssen. Die Antwort auf die Frage, warum
bezeichnet er die Haltung des „Wegschauens“, des „Wegdenkens“ als deutsche
Normalität, muss in seinen Essays aus den sechziger und siebziger Jahren
gesucht werden. Am Anfang meiner Arbeit habe ich den Unterschied zwischen
Schuldbewusstsein und Reue erwähnt. Damals in den Sechzigern hat er sich selbst
schuldig gefühlt für Taten, die er nicht begangen hat. Jetzt sieht er in den
Dokumentationen über das Dritte Reich, in den Denkmälern eine Beschuldigung des
deutschen Volkes. Wenn seine Schriften damals nicht von Schuldbewusstsein
geprägt gewesen wären, sondern ein Ausdruck der Reue gewesen wären, dann würde
er in seiner Rede die Vergangenheit nicht mehr als „Drohroutine“, „Moralkeule“
oder „Dauerpräsentation unserer Schande“ bezeichnen, er würde keinen Schlussstrich
mit der Vergangenheit befürworten. Aber sein Plädoyer für diesen Schlussstrich,
für die Befreiung von der Verpflichtung sich an das Verbrechen zu erinnern,
gehört zur Tradition des sekundären Antisemitismus, der „nicht trotz, sondern
wegen Auschwitz”27 ins Leben gerufen wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg äußerte sich in
Deutschland ein neuer Antisemitismus, der nicht nur die traditionellen
Stereotype hervorbrachte, sondern sich in der Argumentationsweise der
Schuldthematik zeigte. Es geht dabei um die geschichtliche Entlastung vom
Verbrechen des Nationalsozialismus. Dazu kommt noch eine Antiisraelische
Haltung, meint Thomas Haury mit Blick auf die Lage in der DDR, die vor zwanzig
Jahren eine Reaktion auf den Libanonkrieg war, heute als Reaktion auf die
Palästinenser- Problematik. Diesmal geht es um das „entsetzliche Bedürfnis, die
Verbrechen der israelischen Regierung für die Annullierung der historischen
Schuld der Deutschen missbrauchen zu wollen“28
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Deutschland
wieder auf der Suche der „nationalen Identität“, aber dem deutschen
Nationalismus ist etwas verloren gegangen, nämlich das, worauf sich jede
„nationale Identität“ basiert: die Gewissheit einer guten Nation anzugehören,
meint Haury. Es geht nicht nur um die Täter, Anhänger und Dulder der Nazizeit,
sondern es geht auch um die Nachgeborenen, die auf dem Weg, sich mit der Nation
identifizieren zu wollen, zwangsläufig auf Auschwitz stoßen. Die Juden bleiben
weiterhin ein Hindernis, denn sie sollen für immer die Deutschen an die
unangenehme Vergangenheit erinnern. Die Quelle des sekundären Antisemitismus
liegt darin, dass die Juden als Ermahnung, die Vergangenheit nicht zu
vergessen, für den beschädigten deutschen Selbstbewusstsein mitverantwortlich
gemacht werden, ein „normales Nationalgefühl“ verhindern sollten. Dieser
Vorwurf wird dann von antisemitischen Stereotypen unterstützt: der rachsüchtige
Jude (ein altes christliches Stereotyp), der geldgierige Jude (er würde aus
Auschwitz Kapital machen, da Deutschland ihm Entschädigung bezahlt).
Wenn man jetzt Walsers Rede, aufgrund der
gerade geschilderten Theorie nach antisemitischen Zügen untersucht, stellt man
fest, dass es bei ihm auch um eine Entlastung von der Vergangenheit geht. Er
plädiert für ein „normales Volk“, für „Gewissensfreiheit“ also für ein
gesundes Nationalgefühl. Nur die „Dauerpräsentation unserer Schande“, Auschwitz
als „Drohroutine“, „Einschüchterungsmittel“, „Moralkeule“,
„Pflichtübung“ und „Monumentalisierung“ der geschichtlichen Last stehen als
Hindernis da. Darin ist es zu lesen, dass die Juden (aber auch einige deutsche
Intellektuelle) all dies von der heutigen unschuldigen Generation verlangen,
dass sie noch immer nicht vergeben haben. Deswegen braucht man endlich einen
Schlussstrich (keine Dokumentation in den Medien, keinen „fußballfeldgroßen
Alptraum“ als Denkmal, keine ständige Sühne, keine „Beschuldigung“ und keine
„Verdächtigung“). Und wer steckt hinter den „Meinungssoldaten“, die mit der
„Moralpistole“ nicht nur den
Schriftsteller, sondern auch das Volk in den „Meinungsdienst“ zwingen wollen?
Es sind die Intellektuellen, die auf der feindlichen Seite stehen, nämlich die
der beschuldigenden Juden, die eine ganze Nation hindern wollen zur
Normalisierung zu kommen. Walser erscheint hier als Opfer einer Aggression von
den „aufklärerischen“ Intellektuellen. Er plädiert für die Befreiung von der
nie aufhörenden Verpflichtung sich an die Schuldtaten zu erinnern müssen. Und
weil er ständig auf die Vergangenheit trifft in den Medien und im alltäglichen
Leben in Form von Dokumentation über die KZs oder in Form von Denkmälern, „wenn
der Bildschirm die Welt als eine unerträgliche vorführt“29,
dann schaut er weg.
Aus der Sicht der Vergangenheitsthematik würde
ich die Friedenspreis-Rede als Höhepunkt der bisherigen Essays und Romane von
Walser bezeichnen. In dieser glaubt er nämlich die richtige Haltung gegenüber
der deutschen Vergangenheit zu finden. Während er in dem Essay „Auschwitz und
kein Ende“ feststellt, dass es kein Verhalten gebe, das dem, was in Auschwitz
getan wurde, entspreche und, dass er keinen festen Standpunkt habe, „um von ihm
aus dann eine feste Meinung zu haben über das, was getan wurde“30,
meint er neunzehn Jahre später die Lösung gefunden zu haben. Diese sei: die
„deutsche Normalität“.
Einige Schlüsselwörter der
Friedenspreis-Rede sind schon in den Essays und im Roman „Ein springender
Brunnen“ aufzufinden. Das Nichtsühnenkönnen erscheint im Essay „Unser
Auschwitz“, aber in einem anderen Kontext. Hier bezieht sich das Sühnen auf die
Täter und nicht auf das Volk. In der Rede verwendet er dieses Nichtsühnenkönnen
allgemein. Es bezieht sich nicht nur auf Täter, sondern auf alle: „Ich bin auch
nicht der Ansicht, dass alles gesühnt werden muß. In einer Welt, in der alles
gesühnt werden müsste, könnte ich nicht leben.“31 Doch Walser verfährt hier sehr schlau. Es
ist ja klar, dass man nicht sühnen kann, wenn man nicht schuldig ist. Ein
ganzes Volk kann ja auch nicht sühnen. Der Redner aber wirft anderen vor, von
ihm und von den Deutschen zu erwarten, dass sie sühnen für Taten, die sie nicht
ausgeführt haben. Dadurch erweckt er den Eindruck, dass heute die „Anderen“ die
Täter seien und er das Opfer. Er ist auf das Wegschauen und Wegdenken
angewiesen. Ein anderes Schlüsselwort der Rede, das „Wegschauen“ ist im Essay
„Auschwitz und kein Ende“ aufzufinden. „Wir schauen hin und gleich wieder weg.
Leben kann man mit solchen Bildern nicht.“32. Das Wegschauen bedeutet hier mit den
Sensationsbildern nicht leben zu können, deswegen plädiert er für ein
objektives Vergangenheitsbild. Doch neunzehn Jahre später ist keine Rede mehr
von objektiven oder subjektiven Auschwitzbildern, es geht einfach um die
täglich vorgeführte Vergangenheit, von der er wegschauen will: „Anstatt dankbar
zu sein für die unaufhörliche Präsentation unserer Schande, fange ich an
wegzuschauen.“33 Eine ähnliche Haltung findet man im Roman
„Ein springender Brunnen“. Hier grenzt sich Johann von der Realität ab. Es
kommt öfter vor, dass er beim Wort Dachau sich daran erinnert, dass er das Wort
eigentlich vergessen hat. Dieses „Wegschauen“ und „Wegdenken“ weist in beiden
Fällen (im Roman und später in der Rede) auf Verdrängung hin. Als Johann von
der Front heimkehrt und von der Todesangst der jüdischen Frau Landsmann
erfährt, wehrt er sich gegen diese Angst, er will damit nichts zu tun haben,
denn „Er wollte leben, nicht Angst haben. Frau Landsmann würde ihn mit ihrer
Angst anstecken, das spürte er. Er musste wegdenken von ihr und ihrer Angst.“34
Der Vorwurf, den Johann bei seinem Freund
Wolfgang vermutet, entwickelt sich in der Rede zu einer „Verdächtigung“ und
„Beschuldigung“, die von der Seite derjenigen kommt, die den Deutschen weh tun
wollen, dadurch, dass sie von ihnen erwarten, dass sie für die Vergangenheit
sühnen. Natürlich auch dadurch, dass sie Walser, die Schriftsteller und die
Deutschen in ihrer Gewissensfreiheit beschränken und ihr Gewissen delegieren
wollen. Im Roman hat Johann den Eindruck, Wolfgang mache ihm einen Vorwurf,
weil er vom Schicksal der jüdischen Frau nichts gewusst habe, doch „Er wehrte
sich gegen diesen vermuteten Vorwurf. […] Er wollte von sich nichts verlangen
lassen. Was er empfand, wollte er selber empfinden. Niemand sollte ihm eine
Empfindung abverlangen, die er nicht selber hatte.“35
In der Rede drückt er es folgenderweise aus: „Es kann keiner vom anderen
verlangen, was er gern hätte, der aber nicht geben will.“36
Im Roman setzt er die subjektive
Erinnerung, die nicht von den späteren Erfahrungen beeinflusst wird, gegen das
kollektive Gedächtnis, gegen die historische Erinnerung, während in der Rede
das subjektive Gewissen als Gegensatz des öffentlichen Gedenkens zu verstehen
ist. Wolfram Schütte meint, dass die Geschichts- und Verdrängungspolitik des
Romans und der Friedenspreis-Rede aus der gleichen Quelle komme. „Die
Friedenspreis- Rede ist die aktuelle Probe auf das Exempel, das „Ein
springender Brunnen“ literarisch gegeben hatte.“37
4. Eine Kultur des Dialogs
Sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen
ist nicht immer eine leichte Aufgabe, doch die Konfrontation mit dieser dürfte
nicht vernachlässigt werden. Meistens findet die Auseinandersetzung auf einem
kollektiven Niveau statt, doch ich glaube, dass diese erst auf der
individuellen Ebene geschehen muss. Eine Gemeinschaft kann offiziell eine Tat
bereuen, die andere Gemeinschaft kann ihr verzeihen, aber der Einzelne, als
Teil jener Gemeinschaft kann weiterhin nicht wissen, wie er mit der
Vergangenheit umgehen soll. Bei der Versöhnung haben andere in seinem Namen
gehandelt, er aber ist passiv geblieben. Dieses könnte auch die Quelle neuer
Missverständnisse sein. Ich meine, dass erst der Einzelne eine Haltung
gegenüber der Vergangenheit finden muss, eine Haltung, die nicht von außen
vorgeschrieben sein soll, sondern sie soll das Ergebnis einer inneren Arbeit
sein. Nur danach kann auch eine ernst gemeinte Versöhnung offiziell
stattfinden.
Walsers Texte sind ein Beispiel dafür, wie
schwierig es ist mit dem „deutschen Erbe” umzugehen. Viele haben ihn
verurteilt, aber eines ist nicht zu vernachlässigen: die Thematik, die er
anspricht, die Vergangenheit, die er nicht bewältigen kann und der aus dieser
resultierender sekundärer Antisemitismus sind kein Einzelfall. Gerade deswegen
würde ich Walsers Schriften als eine Notwendigkeit bezeichnen, da sie an die
Oberfläche bringen, was noch in vielen von uns steckt, das woran wir noch
arbeiten müssen. Er plädiert zwar für einen Schlussstrich, aber gerade die
Debatte, die er dadurch auslöst, warnt uns davor einen Schlussstrich zu ziehen.
Über die Vergangenheit zu reden, scheint
nicht nur Deutschen schwer zu fallen, sondern auch Juden, wie es Leibl
Rosenberg feststellt: „Wir haben aber keinen Weg gefunden, wie wir
Nachgeborenen mit der Schoah rational, emotional, psychologisch umgehen
können.”38
Deshalb verlangt er eine Kultur des Dialogs, die sich als ein erfolgreicher
Umgang miteinander erwiesen könnte.
Man kann eigentlich niemandem vorschreiben,
wie man über den Holocaust, über die Vergangenheit schreiben soll. Eine solche
Erwartung darf weder an einen Überlebenden, noch an einen deutschen
Schriftsteller gestellt werden, sonst trägt man zur Befestigung eines Systems
des Holocaust-Tabus bei. Etwas, worüber man nicht spricht, bedeutet nicht, dass
es nicht existiert. Wenn man nicht über Moralkeule, Schlussstrich und
sekundären Antisemitismus redet, bedeutet dies nicht, dass diese Symptome in
der Gesellschaft nicht aufzufinden sind. Gerade dann, wenn sie ins Rampenlicht
treten, können sie korrigiert werden. Wenn Tabus nicht mehr das Gefühl der
Eingeschlossenheit, Frustration hervorrufen, wenn sie gebrochen werden, dann
kann eine Kultur des Dialogs entstehen. Wie Imre Kertész schreibt: der
Holocaust sei eine vitale Frage der europäischen Zivilisation und des
europäischen Bewusstseins. Die europäische Zivilisation müsse nämlich über den
Holocaust nachdenken.
1 Walser, Martin: Über Deutschland reden. Frankfurt a.M. 1989, S. 77
2 Walser, Martin: Auschwitz und kein Ende. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt a.M. 1997, S.233
3 Deutsches Wörterbuch. Būnting, Karl-Dieter (Hrsg.). Isis Verlag AG. Chur/Schweiz 1996
4 Ebd.
5 Walser, Martin: Unser Auschwitz. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt a.M. 1997, S. 201
6 Walser, Martin: Ein springender Brunnen. Frankfurt a.M. 1998, S. 123
7 Ebd.
8 Ebd., S. 401
9 Ebd., S. 283
10 Ebd., S. 9
11 Ebd., S. 281
12 Reich-Ranicki, Marcel/Löffler, Sigrid/Karasek, Hellmuth: …und alle Fragen offen. Das Beste aus dem Literarischen Quartett. Reichenberger, Stephan (Hrsg.) München 2000, S. 633
13 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a. M. 1999, S. 8
14 Ebd., S. 10
15 Ebd., S. 11
16 Ebd., S. 10
17 Ebd., S. 11
18 Ebd., S. 12
19 Ebd., S. 11
20 Hartman, Geoffrey: Zeitalter der Zeugenschaft. Steven Spielberg und die Überlebenden der Judenvernichtung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (10.09.98)
21 Bubis, Ignatz: Wer von der Schande spricht. Niemand darf die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus auslöschen: Eine Rede zum 9. November. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 261 (10.11.98)
22 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 8
23 Ebd., S. 13
24 Lau, Jörg: Die Geschichte ist kein Friedhof. In: Die Zeit. Nr. 42 (08.10.98)
25 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 12
26 Ebd., S. 13 Ebd., S. 13
27 Haury, Thomas: Antisemitismus von Links. Kommunistische Ideologie, Nationalismus und Antizionismus in der früheren DDR. Hamburg 2002, S. 150
28 Ebd., S. 141
29 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 8
30 Walser, Martin: Auschwitz und kein Ende. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt 1997, S. 230
31 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 8
32 Walser, Martin: Auschwitz und kein Ende. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt a.M. 1997, S. 230Walser, Martin: Auschwitz und kein Ende. In: Deutsche Sorgen. Frankfurt a.M. 1997, S. 230
33 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 12Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 12
34 Walser, Martin: Ein springender Brunnen. Frankfurt a.M. 1998, S. 401
35 Ebd.
36 Walser, Martin: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. In: Schirrmacher, Frank (Hrsg.): Die Walser-Bubis Debatte. Eine Dokumentation. Frankfurt a.M. 1999, S. 14
37 Schütte, Wolfram: Nachlese. Annotate: „Ein springender Brunnen“ oder die Friedenspreis- Rede. In: Text + Kritik. Zeitschrift für Literatur 41/42 München 2000, S. 117
38 Rosenberg, Leibl: Jüdische Kultur in Deutschland heute. Eine Zustandsbeschreibung. In: Romberg R., Otto/ Urbahn-Fahr, Susanne (Hrsg.): Juden in Deutschland nach 1945. Bürger oder “Mit”-Bürger? Frankfurt a.M. 1999